Jacques-Laurent Agasse (1767-1849)
Chiens de chasse
Öl auf Leinwand
168.3 × 132.7 cm
Agasses Ruf beruht zu einem großen Teil auf seiner Fähigkeit, Tiere nicht nur anatomisch genau darzustellen, sondern auch ihren Charakter in etwas einzufangen, das man als echte Porträts bezeichnen kann. Während er seine Ausbildung zum Zeichner in Paris im Atelier von Jacques-Louis David fortsetzte, besuchte der Künstler auch Anatomie-und Sezierkurse am Naturhistorischen Museum. Die hier abgebildeten Jagdhunde (foxhounds) gehörten George Lane Fox (1793-1848), dem Neffen von Lord Rivers, welcher der bedeutendste Mäze des Künstlers war. Agasse besuchte das Anwesen von Lane Fox, Bramham Park in Yorkshire, um die Zwinger zu besichtigen. Dieses Gemälde stammt aus dem Jahr 1837, während ein anderes, das nur vier Hunde aus demselben Zwinger zeigt, ein Jahr zuvor gemalt wurde. Der Maßstab der Komposition und der ernste Ausdruck des Hundes in der Mitte verleihen dem Werk den Eindruck von Monumentalität und Größe. Die unterschiedlichen Haltungen der Hunde werden brillant eingefangen: Moment der Spannung zwischen zwei Rivalen, Müdigkeit, Neugier, Adel und Eleganz.